Nach den Erzählungen von Manfred und Joachim aufgeschrieben von Martin alias "Samaratuner" aus Potsdam in einem Kurzbericht zusammengefasst

Zwei von ihnen, Manfred und Joachim aus Österreich, machten nach dieser Tour im Brandenburgischen Storkow bei Niva-Rainer & Max einen Halt übers Wochenende, um erstmal auszuschlafen und um uns von der Russland-Fahrt zu berichten. Ich selbst kam am Samstag Abend nach Storkow, Rainer hatte den Grill an und wir waren natürlich neugierig, was die zwei Österreicher zu erzählen hatten.

Klar,dass die Tour ein unvergessliches Ereignes für alle Mitdabeigewesenen ist, immerhin wurden jeden Tag zwischen 600 und 700 Kilometer zurückgelegt. Nach der Abfahrt in Kallinchen am Sonntag vor zwei Wochen hiess das erste Reise -bzw Übernachtungsziel Warschau. Am späten Sonntag Abend kamen die Nivas nach über 600 Kilometern dort an.

Am nächsten Morgen ging`s weiter Richtung Osten. Das das Zeigen russischer Symbole bei unseren polnischen Nachbarn seit einiger Zeit wohl unerwüscht bis verpönt ist, ist dem einen oder anderen bestimmt schon zu Ohren gekommen und scheint offensichtlich der Wahrheit zu entsprechen. Jedenfalls wurde auf einem polnischen Supermarktparkplatz einem der Nivas absichtlich die Antenne abgebrochen. An dieser befand sich ein Wimpel o.ä. mit der russischen Flagge.... 

Die Fahrt ging weiter über Weissrussland und Minsk nach Moskau. Im Moskauer Strassenverkehr und auf dem zugestauten Stadtring soll es ziemlich rabiat zugehen, hier gilt laut Manfred und Joachim sprichwörtlich das Recht des Stärkeren.

Technische Probleme gab`s an den Nivas auf dem Weg nach Togliatti kaum, es wurde lediglich von einem verstopften Kat und gebrochenem Auspuffrohr berichtet, letzteres wurde mit Draht und `ner Blechbüchse provisorisch zusammengeflickt. Niva-Uwe aus Sachsen-Anhalt hatte einen bei Hitze hängenden Magnetschalter vom Anlasser und somit `nen Stau auf dem vierspurigen Moskauer Stadtring hinter sich, ein anderer russischer Fahrer half per Anschleppen per Stahlseil aus der misslichen Lage.

Die jeweiligen Zwischenstopps bzw. die generell recht kurzen Übernachtungen haben den Umständen entsprechend gut geklappt und sogar etwas früher als erwartet trafen die deutschen Nivas in der Nacht von Donnerstag auf Freitag in Togliatti ein.

Das gesamte Program schien zeitlich gesehen doch sehr straff durchorganisiert gewesen zu sein. Unter anderem gab`s eine Werksbesichtigung, Probefahrten in neuen Ladas, hier ein Empfang und dort `ne Begrüssung. Avtovaz sorgte für alles, das Essen soll fürstlich-feudal gewesen sein. Technische Hilfe und Ersatzteile gab`s in einer werkseigenen Werkstatt, der betreffende Niva bekam `nen neuen Kat eingebaut. 
Hier war allerdings auf dem Rückweg in Minsk dringend Nacharbeit nötig.... Laut Joachim war die betreffende Arbeit der Avtovaz-Werkstatt vergleichbar mit der Auslieferungsqualität von so manchem Neuwagen ab Werk... wink

Anlässlich des 40.Geburstages des Allrad-Ladas kamen nicht nur die Autos aus Deutschland, die weiteste Anreise hatte ein Vesta: 8000 km aus Wladiwostok!

Desweiteren besuchten unsere Niva-Fahrer ein Kinderheim in Togliatti, leider drückte auch hier der Zeitplan. Immerhin hatten die deutschen Lada-Freunde eine finanzielle Spende von 1500 Euro im Gepäck.

In der gesamten Region sollen ungewöhnlich viele Ladas das Strassenbild prägen laughing Laut Joachim kommen 9 von 10 Autos von Lada. Sämtliche Modelle, alles ist vetreten! Generell sind in Russland die Ladas eher ein Mittel zum Zweck, viele Shigulis oder 2106er sind runtergekommene Kisten, selbst recht neue Grantas und Prioras haben Beulen im Blech und Löcher in den Stossstangen, der optische Zustand von Linienbussen soll gröstenteils katastrophal sein, ein Durchschnitts-Einkommen bei Avtovaz liegt um die 400 Euro, Benzin kostet halb soviel wie hier bei uns.

Die Rückfahrt erfolgte nicht komplett auf eigener Achse, in Togliatti wurden die Nivas auf Autotransporter (LKW) verladen und ins weissrussische Minsk gebracht. Die Niva-Fahrer fuhren per Bus in die gut eine Stunde entfernte Stadt Samara, von dort ging`s per Flugzeug nach Moskau. In Moskau stand u.a. eine Stadtrundfahrt per Bus auf dem Plan, übernachtet wurde in einem der grössten Hotels der Stadt, Hotel "Kosmos". Über tausend Zimmer, 17.Etage, die ganze Bude in typischem Ost-(u. DDR?)-Flair. wink

Per Zug gings von Moskau nach Minsk, wo die Nivas schon abgeladen warteten. Und von dort auf eigenen Rädern über Polen nach Deutschland zurück.
Unsere beiden - Manfred und Joachim - fuhren dann Sonntag von Storkow aus wieder heimwärts.

Gruss,Martin aus Potsdam

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Anlässlich des 16. Internationalen Lada Niva Treffens in Stadtoldendorf am 08.-10. August 2014 durften wir uns über den Besuch von Bo Andersson freuen, der seit 2013 JSC Avtovaz als Präsident vorsitzt.
Durch die große Teilnehmerzahl bei diesem Treffen beeindruckt kam es zu einer spontanen Einladung zu einem Besuch einiger Niva- Fahrer nach Russland; speziell zu einer Werksbesichtigung in Togliatti.

Ein lang gehegter Traum wurde Wirklichkeit - der Besuch der Geburtsstätte des NIVA

Nach langem Hin und Her kam in der 28. Woche die endgültige Einladung aus Toljatti von Herrn Zhigalko. Herr Trzaska und sein Team besorgten mir ein Blitzvisum und Jürgen Dannwolf (Lada-Welt) buchte den Flug ab Stuttgart nach Samara. Nur Christian und Jürgen von Lada-Welt und ich als Vertreter der LN-IG konnten so kurzfristig reagieren und die Einladung wahrnehmen. Der Koffer war schnell gepackt, auch Gastgeschenke und die Grußbotschaft unseres Präsidenten Lionel zum 40-jährigen Jubiläum von AVTOVAZ und natürlich Kamera etc. mussten mit ins Gepäck und dann ab nach Stuttgart.

Am Montag den, 17. Juni starteten fünf Nivas der LNIG unter der Leitung von Dimitri zu einer Reise nach Moskau.