Da dieses Jahr zu Pfingsten das bereits 5. Internationale Lada Treffen des Lada Club Österreich in Molln stattfinden sollte, war es erst recht Anlass für mich, nach mehrjähriger Abstinenz auch dort mal wieder vorbei zu schauen cool Dank einer ermöglichten Mitfahrgelegenheit aus dem Rosenheimer Raum ergab sich nach der Zugfahrt sogar ein längst überfälliger Überraschungsbesuch bei unserem Dimitri Schwab in seiner Werkstatt in Prutting. Die Überraschung schien mir gelungen zu sein, denn er schaute nicht schlecht, als ich auf einmal vor ihm stand! Wir konnten ein wenig plaudern und rundeten den Tag mit einem gemeinsamen Abendessen ab.

  

Am nächsten Tag ging es für uns nach den letzten Vorbereitungen dann gegen 12:30 entspannt los cool Trotz einer eigentlich ausgesuchten Strecke fuhren wir "Dank" zweier Navis, mehreren Umleitungen letztlich im gefühlten Zickzack die Landkarte rauf und runter. Wir fragten uns schon, ob sich keiner um uns Sorgen macht, weil es ja schon relativ spät und kurz vorm Abendbrot geworden ist. Wenig später, nämlich gute 5 km vorm Ziel klingelte Toni tatsächlich bei mir mal durch und fragte nach unserem Befinden und der aktuellen Position. Und dann waren wir doch irgendwie erfreut, nach genau 5 Stunden endlich in Molln angekommen zu sein.

  

Bei der Ankunft war die Wiedersehensfreude wie immer riesig und herzlich und nach schnellem Zeltaufbau konnten wir alle gemeinsam rauf zum Gasthof zwecks Stärkung und toller Gespräche gehen. In kleiner Runde wurde es ja sowieso lustiger als es allgemein erlaubt ist. Später gingen noch einige in den Unterstand des Naturfreundehauses, um den Tag ausklingen zu lassen... 

  

Samstagmorgen – die Sonne lachte. Trotzdem haben Jogi und ich die Kirchenglocken zu 6:00 Uhr nicht gehört – ob das jetzt ein gutes oder schlechtes Zeichen war, wir werden es vielleicht nie herausfinden... Nach dem gemütlichen, gemeinsamen Frühstück trafen noch weitere Tagesgäste an. Einige fuhren immer wieder mit den Nivas / Taigas hoch ins Gelände. Andere blieben in der Basis und fröhnten weiteren Gesprächen. Kurz nach dem Mittagessen brachten Kurtl und ich die Tombolageschenke hoch zum Urhof und danach machten wir einen kurzen Stop bei ihm daheim. Danach gings wieder zu den anderen, es kam sogar ein kleiner Regenschauer herunter, wodurch danach das auf der Straße aufdampfende Regenwasser ein schönes Bild abgab.

 

  

  

Dann hieß es auch für mich mal, ins Gelände mitfahren zu können. Dem schloss sich Manfred an und wir fuhren bei Stefan als Copassagiere mit. Toni fuhr im ebenso vollen Taiga voraus. Aber selbst da konnte man schon sehen, was bei nun weicherem / nasseren Untergrund die richtige Bereifung ausmacht. Toni kam fast spielend überall rauf, während Stefan trotz der jahrelangen Trialerfahrungen von Manfred und dessen Anweisungen mitunter mehrere Anläufe brauchte, um die ideale Spur zu finden – trotz eigentlich nicht so schlechter Reifen. Am wahrscheinlich ober(st)en Stück mussten wir jedoch die Weiterfahrt aufgrund des Nichtvorankommens abbrechen und fuhren dann wieder in aller Ruhe abwärts. Ein anderer Niva mit regelrechter Straßenbereifung hatte es demzufolge noch schwerer, den anderen bergauf zu folgen.

Lada Treffen in Molln Pfingsten 2017

  

  

  

Der Abend brach an und die Meute stieg oder fuhr hoch zum Urhof zu Tamara und Mecki, der natürlich auch schon zum Lada Treffen als Instanz dazu gehört! Doch zunächst sorgte Baumi für Aufsehen, da sein Gefährt nicht ansprang und Toni "David gegen Goliath" spielen musste und mit seinem kurzen Niva den langen Niva von Baumi zog, bis der endlich ansprang. Naja, Baumi hätte ja auch nur mal die paar Meter hochlaufen können wink Wobei die Abfahrt vom Urhof bergab dann evtl. sogar hilfreich war.

  

Als wir dann beim Urhof unsere Plätze einnahmen und es einigermaßen ruhig wurde, begrüßte unser "El Presidente" Toni alle nochmals herzlichst und Jogi hatte die Funktion inne, die Urkunden samt kleinem Spruch oder ähnlichem an die Teilnehmer zu verteilen, sonst würde es ja langweilig werden wink Da mir unbegreiflicher Weise spontan die Stimme irgendwie kurzzeitig abhanden ging (wirklich!), ist meine ergänzte kurze Ansprache in meiner Funktion als "El Presidente" der LADA-NIVA-IG Deutschland mit einer kleinen Präsentübergabe an den Vorstand des LCÖ's sogar am etwas abseits gelegenen „Damentisch“ irgendwie untergegangen, wie sie mir nachher berichteten. Aber es tat der Stimmung ja keinen Abbruch und somit konnte das Buffet eröffnet werden....
Da unser Spezl Baumi leider nur kurz beim Treffen dabei sein hat können, ist es uns leider vergönnt gewesen, ihn singen zu hören. Die Jägerkundschaft war ja schon voller Begeisterung gewesen, ihn hören zu dürfen. Vielleicht klappt’s ja das nächste Mal...

  

  

  

  

  

Schnell brach die Nacht herein und es ging dann noch runter zum Lagerfeuer in die zweite Abendrunde. "Gurki" alias "Holzschuh" nahm sogar eine spektakuläre Abkürzung den Hang herunter mit Purzelbaum oder was auch immer und war wirklich schnell und sogar unbeschadet unten angekommen. Aber das Lagerfeuer war doch eher ein Feuerchen, wie wir einstimmig feststellten und da muss für die nächsten Jahre unbedingt nachgebessert werden ;-) Dank Leo gabs sogar bissl Kuba-Feeling, es wurde also spanisch gesungen und bei "Guantanamera" konnten fast alle den Refrain sogar mitsingen! Natürlich sorgten Jogi und Miguel mit vielen Witzen und Sprüchen für die Heiterkeit der Truppe. Für ein LADAtreffen untypisch, ging es für uns „Urgesteine“, also Manfred und mich als die Letzten am Lagerfeuer, schon nach 1:00 Uhr ebenso in die Kojen. Ob das am Alter liegt? Ich weiß es nicht!

  

Der Sonntag war wettermäßig eher durchwachsen und leicht regnerisch. Dennoch ließen wir uns unsere gute Laune nicht vermiesen. Wir konnten Gurkis Abgang in der Wiese entdecken, Clemens räumte mit Hilfe von Miguel gemütlich seine 7 (oder mehr) Sachen zusammen. Der plauderte gemütlich. Leo und Jogi behoben das eher kleinere Elektrikproblem an der Lichtanlage. Deswegen ging es dann auch nach dem Mittagessen auf eine durch Kurtl angeführte Rundfahrt – so viele kleine Straßen, die wir durchfahren sind. Auf dem Mollner Marktplatz machten wir auch Halt und Gruppenfotos. Stefan fing auf einmal an, sich komisch zu bewegen – keine Ahnung warum - aber es scheint heilbar zu sein ;-) Der ehrenwerte Herr Prof. Clementi musste uns leider schon hier verlassen und fuhr dann gen Heimat weiter. Auch an einer Maultrommelwerkstatt und Rüstungsschmiede und dem Stausee von Klaus kamen wir vorbei. Leider war aber die Schleuse nicht geöffnet und für die Erstbesucher war es leider nicht der sensationelle Anblick, wie ich ihn bereits beim ersten Treffen erfahren durfte.

  

  

Nach der Ausfahrt ging es für mich kurz nochmal in den Urhof, wo ich zufällig Jogi und Gurki zufällig antraf. Nach kurzer Verweilung (ich durfte Mecki am PC helfen) ging es wieder nach unten und Gurki hatte auf der gestrigen Abkürzung den Hang hinunter sogar seine verloren geglaubte Brille wieder gefunden. Auch andere Gegenstände wurden im Urhof an uns getragen zur Zurückgabe an die Besitzer. So freute sich Karina auch über ihre Sonnenbrille cool

  

  

  

  

  

 Am Abend ging es diesmal in den Gasthof, um auch hier wetterunabhängig in gemütlicher Runde beisammen zu sein. Später spielten Jogi und Miguel dann wieder die Stimmungsmacher und sorgten in Fortsetzung für ausreichende Heiterkeit, bevor wir dann wieder untypisch bei Zeiten ins Basislager zurück kehrten und die Nachtruhe antraten.

  

  

Wenns am schönsten ist, soll man ja bekanntlich aufhören. So hieß es dann für die meisten, im Laufe des Montagvormittags dann doch die Zelte abzubrechen. Das Wetter meinte es gut mit uns und somit wurden alle Zelte gescheit (und trocken) zusammengepackt und nicht halbnass und lieblos ins Auto geschmissen. Nach dem Mittagessen ging es als Abschluss noch zu Tonis Wochenendresidenz. Mit Kurtl, waren wir kurz draußen gewesen und schon wieder auf dem Rückweg zur Basis, als Jogi und Manfred entgegen kamen und zum nochmaligen Rückfahren befehlten, dass auch wir die Pracht der Steyerling erleben sollten. Und sie sollten Recht behalten!

  

Doch gegen 15:00 war es leider auch für uns soweit, den anderen „Time to say Goodbye“ zu sagen und die Rückfahrt anzutreten. Der Abschied war natürlich herzlichst und doch mit ein wenig Wehmut verbunden, auch wenn man sich in 4 Wochen wiedersehen würde. Da es ja ein Zickzack und Hickhack war mit der Hinfahrt, hatte ich vorher mit der Hilfe von Sabine, Manfred und Kurtl eine bessere Strecke auf der Papierkarte herausgesucht, diese aufgeschrieben und es ging tatsächlich viel flüssiger und entspannter voran als mit den Navis! Trotz eigener Technikaffinität habe ich hier wieder gemerkt und gestaunt, was eine klassische Papierstraßenkarte doch ausmachen kann im Vergleich zu einem Navigerät. Aber ich denke, die Streckenführung ist weiterhin noch ausbaufähig – wir werden es vielleicht nächstes Jahr wissen bzw. herausfinden. Als wir dann von Österreich nach Bayern übergetreten waren, zog zwar noch ein Gewitter auf, aber wir waren durch das Treffen so tiefenentspannt, dass es uns in keinster Weise störte. Am ersten Heimatdomizil angekommen, gab es zum Abschluss des Tages noch eine Bilderschau vom Treffen, bevor auch für uns der Tag zu Ende war. Am nächsten Tag ging es dann für mich per Zug wieder zurück nach Chemnitz!

Großer Dank geht natürlich an die Organisatoren samt Helfer des Treffens sowie auch an alle Teilnehmer, wodurch das Treffen so war, wie es war - einfach super!!!

Ich freue mich schon aufs Pfingsten 2018!

Euer Tamás

 

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