Wie schon in den vergangenen Jahren war auch das diesjährige Lada-Niva-Treffen auf seine Art etwas ganz Besonderes. Obwohl uns das ursprüngliche Gelände kurzfristig abgesagt wurde, war es unserem Mitglied Knut Jänicke in kurzer Zeit gelungen, das in Off-Road-Kreisen bekannte Gelände des 4x4 Club Leipzig auf dem Areal eines Kieswerks nahe Tollwitz für unsere IG zu organisieren. Die Anfahrt klappte aufgrund der mustergültigen Ausschilderung auch für diejenigen gut, die zum ersten mal dorthin unterwegs waren.


Den Freitag nutzten die meisten zur Anreise. Nachdem man sich angemeldet und eine Startnum-mer bekommen hatte, wurden die Zelte aufgeschlagen. Besonders erwähnen möchte ich in diesem Zusammenhang unser Mitlied Uwe Nebelung aus Jeetze. Er kam zwar wie viele mit einem Niva, der zudem noch einen großen Wohnwagen zu ziehen hatte, brachte aber gleich zahlreiche Niva-Fans in diversen Begleitfahrzeugen mit, die entsprechende Teamkleidung trugen. Alle zusammen bereicherten das Treffen in nicht unerheblichem Umfang.

Danach war Zeit für eine ausgiebige Geländeerkundung und freies Fahren, wie am gesamten Wochenende. Abends saß man gemütlich am Lagerfeuer zusammen und nutzte die Zeit um Erfahrun-gen und Tipps auszutauschen. Viele Teilnehmer kannten sich schon von vergangenen Veranstaltungen und auch diejenigen die zum ersten Mal teilnahmen, wurden in die munteren Gespräche mit einbezogen. Auch fanden weitere Vorbereitungen und Absprachen zur geplanten Russland Reise, die unser Mitglied Dimitri Schwab organisiert, statt.

Nach einer schönen Frühlingsnacht und einem kräftigen Frühstück begann dann am Samstag Morgen ein ereignisreicher Tag mit Begrüßung und Einweisung der Teilnehmer durch unseren IG-Vorsitzenden Lionel Adelmann. Er erklärte den weiteren Ablauf der Veranstaltung.

 

Bei herrlichem sonnigen Wetter hatten alle Gelegenheit, an einem speziellen Trial Francaise teilzunehmen. Nach der technischen Abnahme der teilnehmenden Fahrzeuge, Einteilung der Klassen und Behebung der teilweise festgestellten kleinen Sicherheitsrisiken durch Marian Menzel, ging es dann gemeinsam zur ersten Trialsektion. Wie auch schon in den vergangenen Jahren hatte Lionel Adelmann mit der Unterstützung des Organisationsteams wieder interessante Sektionen gesteckt bei denen alle, Starter und Zuschauer, voll auf ihre Kosten kamen. Die Bandbreite ging von ziemlich einfach bis ganz schön kniffelig.

Die Sektionen wurden, soweit möglich, nacheinander von allen Startern durchfahren. Dabei bewertete der Sektionsleiter alle Fahrer nach festgelegten Richtlinien. Anschließend wurde die nächste Aufgabe unter die Räder genommen. Sowohl fahrerisches Können, als auch die Vernunft bei ausweglosen Situationen abzubrechen, wurde mit kräftigem Applaus belohnt.

Meiner Meinung nach, wird die anschließend veranstaltete Trophy, in die IG Geschichte eingehen. Während Knut die Strecke absteckte, wurde die Teamzusammensetzung der 6 teilnehmenden Fahrzeuge ausgelost. Es galt, die Trophysektion in Gruppen aus je 2 Fahrzeugen gemeinsam zu bewältigen. Um gewertet zu werden, mussten beide Fahrzeuge des jeweiligen Teams irgendwie ins Ziel kommen. Es waren alle verfügbaren Hilfsmittel erlaubt. Das Beschädigen oder Umfahren der Streckenbegrenzung wurde mit Strafpunkten bewertet.

 

Schon zu Beginn der Stecke wartete eine ca. 40 Grad schräge Böschung eines größeren Wasser-lochs auf seine ersten Opfer. Weiter ging es durch einen Felsengarten zu einem Schlammloch übelster Sorte. Durch eine quer zur Fahrrichtung verlaufende 2 Meter breite und auch 2m tiefe Grube und über einige Sandhügel gelangten die Teams dann zu einer fast senkrecht in ein großes Wasserloch abfallenden Böschung. Nach der Durchquerung des Wasserlochs musste noch die andere Uferböschung erklommen werden. Erst jetzt stoppte Knut die Zeit und notierte Sie zusammen mit den Strafpunkten auf dem Wertungsbogen

Alle drei startenden Teams entwickelten unterschiedliche Taktiken, um die Aufgabe zu bewältigen. Unter vollem Einsatz von Technik, Verstand, Motor- und Muskelkraft, Bergegurten, Schaufeln, Telegrafenmasten, Seilwinden und Sandblechen gelangten alle Teams relativ schlammver-ziert, wasser-und schweißdurchtränkt, begleitet von Anfeuerungsrufen und donnerndem Beifall der zahlreichen Zuschauer, an das Ziel. Auch bei der Trophy war der Serien-Niva mit Straßenzulassung von Uwe Nebelung erfolgreich am Start. Erstaunlich, was so ein Lada zu leisten vermag.

Nach einem ausgiebigem Abendbrot wurde nach Einbruch der Dunkelheit die Nachtsektion des Trials befahren und der Abend klang an einem zünftigen Lagerfeuer in gemütlicher Runde aus.

Am Sonntagmorgen wurde es nochmals spannend. Jeder bekam eine Teilnahmeurkunde. Bei der Siegerehrung gab es Pokale:
Im Trial Francaise belegten in der Klasse für Serienfahrzeuge den 1. Platz Matthias Holz (auf einem Serien 1.7 i mit Standardbereifung!!!!),
den 2. Platz Bernd Glaeske und den 3.Platz Horst Retzlaff;
in der Klasse für verbesserte Fahrzeuge belegten
den 1. Platz Jörg Knospe und den 2. Platz  Marian Menzel.

Der Pokal für die weiteste Anreise ging an Martin Holy aus Linz in Österreich.
Die Auszeichnung für den optisch schönsten Niva erhielt Dimitri Schwab.
Das Zeitfahren gewann Marian Menzel.
Bei der Trophy war das Team Guido Thase und Matthias Mehlitz das erfolgreichste.

 

Auch diesmal zog unsere Tombola Glücksfee und Ehefrau von Mitglied Peer Matthias wieder die Lose. Alle Teilnehmer profitierten von den bereitgestellten Sachpreisen und Gutscheinen unserer Sponsoren.

Für die aus Österreich und Deutschland mit 34 Nivas angereisten Teilnehmer und Gäste wurde in der Zeit vom 10.05-12.05.02 ein einzigartiges Treffen veranstaltet, das sicherlich für viele unvergesslich bleibt.

Besonderer Dank geht an den 4x4 Club Leipzig, die Sponsoren und Förderer, nämlich die Firmen Parts, Reifen Mayerosch, Lada Neuner, Jürgen Gaa, Keck-Media, an das Organisationsteam Knut Jänicke, Manfred und Lionel Adelmann, und allen, die tatkräftig mitgeholfen haben.